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Plattformüberblick

Verstehe das gemeinsame Datenmodell, Framework-Mappings, Domänen-Linsen und die Vererbung zwischen Geltungsbereichen.

KaitoSec verbindet die Arbeit an Informationssicherheit, Business Continuity und Datenschutz in einem gemeinsamen Datenmodell. Assets, Anforderungen, Risiken, Maßnahmen, Nachweise und Feststellungen bleiben miteinander verknüpft, auch wenn du sie aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven bearbeitest.

Arbeitsmodell der Plattform

ZielArbeitsbereichZentrales Ergebnis
Bestand und Schutzbedarf aufbauen/assets, /asset-map, /scopesBewertete Assets im richtigen Geltungsbereich
Anforderungen und SoA steuern/requirements, /catalog-matrixBegründete Anwendbarkeit und Abdeckung
Risiken bewerten und behandeln/risks, /threatsPriorisierte Risiken mit Behandlung und Restrisiko
Wirksamkeit überwachen/monitoringKennzahlen, Prüfergebnisse und Feststellungen
Verbesserungen umsetzen/improvements, /improvements/reviewsVerantwortete Maßnahmen mit Wirksamkeitsprüfung

Für eine geführte Reihenfolge nutze die fünf PDCA-Abläufe.

Framework-übergreifendes Mapping

Die Katalogmatrix zeigt Beziehungen zwischen Anforderungen verschiedener Frameworks, zum Beispiel ISO 27001, BSI IT-Grundschutz und NIS2. Eine Maßnahme kann dadurch mehrere Anforderungen unterstützen: einmal wirksam umsetzen, mehrfach nachweisen.

Ein Mapping ist noch kein Erfüllungsnachweis. Prüfe für jede Zuordnung, ob Geltungsbereich, Prüftiefe und geforderte Nachweise wirklich übereinstimmen.

PrüffrageGute Entscheidung
Beschreiben beide Anforderungen dasselbe Schutzziel?Gemeinsame Maßnahme und gemeinsame Nachweise verwenden.
Unterscheiden sich Detailtiefe oder Scope?Zusätzliche Umsetzung oder ergänzenden Nachweis planen.
Bleibt nach dem Mapping eine Lücke?Verantwortliche Person und Maßnahme zuweisen.

Öffne /catalog-matrix für die Zuordnungen oder lies die Funktionsbeschreibung der Katalogmatrix.

Domänen-Linsen

Die Domänen ISMS, BCMS und DPMS sind fachliche Perspektiven auf dieselben Objekte. Der Wechsel der Linse soll keine Kopien erzeugen, sondern relevante Attribute und Zusammenhänge hervorheben.

LinseTypische Sicht auf ein Asset
ISMSVertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit, Anforderungen und Risiken
BCMSKritische Prozesse, Wiederanlaufziele wie RTO/RPO und Abhängigkeiten
DPMSPersonenbezug, Datenkategorien, Rechtsgrundlagen und DSFA-Bezug

Pflege gemeinsame Angaben wie Name, Verantwortlichkeit und Abhängigkeiten einmal. Ergänze domänenspezifische Angaben nur dort, wo sie fachlich erforderlich sind. Mehr dazu findest du unter Bereichsfilter und Domänen-Linsen.

Scope-Vererbung

Geltungsbereiche können hierarchisch organisiert werden. Ein übergeordneter Scope stellt die gemeinsame Grundlage bereit; Kind-Scopes konkretisieren sie für einen Standort, eine Gesellschaft, einen Dienst oder einen anderen Teilbereich.

Vom Eltern-Scope übernommenIm Kind-Scope eigenständig
Gemeinsame Richtlinien und AnforderungenAsset-Inventar und lokale Verantwortlichkeiten
Controls und KatalogauswahlLokale Risiken, Maßnahmen und Nachweise
Risikomethodik und zentrale LeitplankenZusätzliche Controls für den lokalen Kontext

Ein Kind-Scope darf die gemeinsame Grundlage ergänzen, aber nicht stillschweigend abschwächen. Prüfe geerbte Einträge im lokalen Kontext und dokumentiere Abweichungen als bewusste Entscheidung. Grundlagen zum Zuschnitt findest du unter Geltungsbereiche.

Täglicher Arbeitsrhythmus

  1. Prüfe auf Dashboard und Verantwortlichen-Seite, welche Entscheidungen fällig sind.
  2. Bearbeite die Objekte des aktiven PDCA-Ablaufs.
  3. Pflege Verantwortlichkeit, Termin, Status und Begründung direkt am Objekt.
  4. Verknüpfe Anforderungen, Risiken, Maßnahmen und Nachweise statt parallele Listen zu führen.
  5. Überführe bestätigten Handlungsbedarf in eine Verbesserung und prüfe später ihre Wirksamkeit.

Qualitätsmaßstab

Das Arbeitsmodell ist tragfähig, wenn dieselbe fachliche Entscheidung über Scope-, Domänen- und Framework-Sichten hinweg nachvollziehbar bleibt und nicht mehrfach widersprüchlich gepflegt wird.

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